„Sind das alles ihre Kinder? Toll!“

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Der Jüngste und ich.

„Mama, dass ist N. Tor.  (dabei deutete er jeweils auf das Tor, das er auf den Spielfeld sah.
„Nein, da steht der Neuer im Tor und im anderen der Torhüter von Gibraltar (jeweils auf das entsprechende Tor zeigend).“
„Nein, da N. Tor und da Neuer Tor.“ Und warf mir ein Blick zu, der keine Widerworte duldete. Ich ließ ihn in den Glauben, weil ich sonst in herzhaftes Lachen ausgebrochen wäre.

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Die Große zu mir irgendwann im Laufe des Spiels.

„Mama, warum darf der Grüne ( Neuer) nicht mitspielen? Ihm ist bestimmt langweilig und er ist traurig.“ Noch Fragen?

 

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41. Minute.

Die Große.
„Mama ich muss Pipi.“ Ich schnappe mir die Mädels, damit der Papa mit Sohnemann Fussball schauen kann.

Die Schlange vor der Damentoiletten sind trotz noch Spiels bzw. beginnender Halbzeitpause schon recht lange. Der Satz: „Mama, ich kann es nicht mehr halten“, treibt mir ein riesiges P wie Panik in die Augen. So beschließe ich kurzhand, mit den Mädels auf die Herrentoilette zu gehen, da sich die Schlange auf gerade drei Personen beschränkt. Die Große, den Tränen nahe, weil es eben die  Herrentoile.tte ist, geht dann doch ohne große weiteren Anstrengungen da rein, weil ich ihr erzählt habe, ich habe keine trockenen Klamotten dabei. Die Blicke der Herren waren zwar etwas verwundert. Der Vater hinter mir grinste sich einen ab. Ich musste auch schmunzeln…

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Was zu Spiel selbst: es war toll im Stadion. Die Nationalhymne mit anderen 40.000 Zuschauer zu singen, hat etwas. Gänsehautfeeling pur. Es war zwar ein glanzloses Spiel aber was will man schon nach so einem Jahr erwarten. Die Spieler sind fertig, es fehlten einige Größen, sei es nun verletztungsbedingt oder eben weil sie zurück getreten sind. Das viele Geld hin und her, dem Körper ist es egal. Die Kinder haben super mit gespielt. Die Große hat kräftig gejubelt, der Jüngste war das komplette Spiel wach. Die Kleine hat 15 Minuten vor Spielende beschlossen, zu schlafen. Am Ende sind wir dank netter Bundespolizistin (sagte zumindest der Liebste)  problemlos in den Zug gekommen. Es war und wird wohl ein unvergesslicher Abend bleiben.

 

Nachtrag: Und mir wurde wieder bestätigt, dass es sinnvoll ist, sich nicht zu schick für einen Stadionbesuch anzuziehen.

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