Werbung, die mir sehr am Herzen liegt und dies nicht nur, weil da einige Briefe von uns dabei sind. Wer keine Werbung mag, darf gerne diesen Artikel überspringen 😉 . Eigentlich sollte dieser Beitrag erst kommen, wenn ich das Buch fertig gelesen habe aber die erste Hälfte war so aufwühlend, so dass ich das Buch zwar immer wieder in die Hand nehme aber es doch nicht schaffe, es fertig zu lesen. Und ja, ich hatte mehr als einmal feuchte Augen und konnte mir einen tiefen Schniefer nicht verkneifen…

Ich kämpf‘ mich zu dir durch, mein Schatz!

Von Feldpost – Briefen von Soldaten aus dem Einsatz in die Heimat – war schon viel zu lesen. Doch was schreiben die Angehörigen den Soldaten? Wie sieht die andere Seite der Feldpost von heute aus?

Katrin Schwarz wollte wissen, was Frauen, Schwestern und Mütter ihren Briefen anvertrauen, wenn der Empfänger als Bundeswehrsoldat in Afghanistan, im Kosovo oder vor Somalia im Einsatz ist. In einer Auswahl aus über 200 Briefen erzählt ihr Buch von den Sorgen, Sehnsüchten und dem Alltag der „Soldatenfrauen“. Die Briefe geben einen Einblick in die Gefühle derer, die zu Hause bleiben, wenn der Soldat ins Ausland geschickt wird, und die versuchen, „hinter“ ihm zu stehen, egal wo er ist.

Ein Einsatz beginnt nicht mit dem Abreisedatum, sondern weit früher, und oft endet er nicht, wenn der Soldat wieder zu Hause ist, denn manchmal kehrt der „Krieg im Kopf“ mit zurück. Die Angehörigen bemühen sich um Stabilität und business-as-usual an der „Heimatfront“ als Voraussetzungen für einen von privaten Sorgen und Nöten freien Dienst der Soldaten im Einsatz und ihre Rückkehr in das „normale Leben“.

Die Briefe setzen sich mit Einsamkeit und Ängsten auseinander, mit dem “Exotenstatus“ der Soldatenangehörigen in einer pazifizierten Gesellschaft, mit dem Auf und Ab der Gefühle zwischen “Mach’ Dir keine Sorgen” und “Denk’ nur nicht, es ginge mir gut ohne Dich”. Sie zeigen den großen Pragmatismus und die leise Verzweiflung, handeln von Vorfreude auf die Rückkehr und vor allem von Liebe über die Entfernung.

Einfühlsam und informativ kommentierend begleitet Katrin Schwarz die Leser durch die Etappen eines Auslandseinsatzes aus der Sicht der Daheimgebliebenen.

Quelle: adatiaverlag

 

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